Fr, 24. Juni 2022

Pressemitteilung: IBA Berlin Brandenburg

Eine IBA für Berlin und Brandenburg ist
Experimentierraum und Reallabor zugleich!

Paradigmenwechsel einleiten, Prozessqualitäten stärken, Transformation testen

Das Wochenende wird es wieder zeigen: Erwartet werden Tausende Besucherinnen und Besucher des Tages der Architektur bei fast 170 Projekten und Dutzenden Architekturbüros allein in Berlin, die ihre Türen öffnen. Der Tag der Architektur macht in besonderer Weise sichtbar, was Bewohnerinnen und Bewohner, Nutzerinnen und Nutzer von Büros, Werkstätten, Schulen, Turnhallen oder auch Jugendzentren, Museen und Schlössern zu Recht als selbstverständlich erwarten: gute Architektur, lebenswerte Quartiere und Stadtteile, faszinierende Gärten, Plätze und Parks. Der seit Jahren wachsende Publikumserfolg des Tages der Architektur zeigt, dass sich Menschen für aktuelle Ergebnisse der Baukultur begeistern lassen. Nicht zuletzt deswegen setzen sich die Architektenkammern auch weiterhin für die geplante IBA „Klima“ in Berlin und Brandenburg ein.

„Es geht beim Tag der Architektur schon lange nicht mehr nur um schöne oder aufwändig und neu inszenierte Orte.“ so Theresa Keilhacker, Präsidentin der Architektenkammer Berlin. Das Interesse gelte auch den Fragen, wie verantwortungsbewusst mit Ressourcen umgegangen wird, wie langlebig Gebäude sind oder wie Gärten und Parks sich resilient bei veränderten klimatischen Bedingungen verhalten. „Die Klimakrise stellt uns bei der Gestaltung unserer Umwelt vor große baukulturelle Herausforderungen. Dafür benötigen wir einen breit angelegten gesamtgesellschaftlichen Diskurs, auch weit über den Tellerrand von Berlin hinaus.“ so Keilhacker. „Gemeinsam mit der Brandenburgischen Architektenkammer und vielen politischen und gesellschaftlichen Akteuren arbeiten wir daran, im Rahmen einer Baukulturausstellung einen Experimentierraum zu erschaffen, der Innovationen fördert, Impulse setzt und einen klugen und langfristig tragfähigen Rahmen für die seitens der Politik angekündigten Investitionen setzt. Wir brauchen dringend mehr Mut und eine weit größere Bereitschaft Wagnisse einzugehen. Bauwende jetzt!“ fordert die Präsidentin der fast 10.000 Mitglieder starken Architektenkammer Berlin.

„In Brandenburg müssen wir die bauliche Entwicklung mit Respekt vor dem Boden, der uns ernährt und den natürlichen Ressourcen diskutieren.“ meint Andreas Rieger, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer. „Wir möchten die Schätze bereits vorhandener Strukturen heben und deren klimafreundliche und vielfältige Nutzung in den Mittelpunkt einer auch international beachteten Ausstellung stellen. Dabei wird das Entstehen der Ausstellung selbst der entscheidende Teil der Ausstellung sein: Es geht um die Sichtbarmachung von baukultureller Partizipation in Stadt und Land. Dabei wissen wir uns im Einklang mit vielen zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich in Brandenburg mit hohem Engagement regional und vor Ort für Baukultur einsetzen.“ meint Rieger, seit April neu gewählter Repräsentant des Berufsstandes in Brandenburg. „2023 begeht Brandenburg das Kulturlandjahr „BAUKULTUR erLEBEN“. Bis dahin möchten wir mit der Entwicklung der Ziele und der Rahmenbedingungen einer Internationalen Bauausstellung, die Klimaschutz, Biodiversität und generationenübergreifendes inklusives Gestalten thematisiert, ein deutliches Stück vorangekommen sein. Es geht jetzt darum anzufangen und die vielen guten Diskussionen der letzten Jahre zum Planen und Bauen zusammenzufassen.“ so Rieger.  

Die Architektenkammern Brandenburgs und Berlins nehmen sich der Aufgabe an, den erforderlichen Diskussionsprozess für eine Baukulturausstellung IBA „KLIMA“ in der Hauptstadtregion zu begleiten und aktiv mitzugestalten. Politik und die zuständigen Verwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen, Grün und Verkehr sind nunmehr gefordert, zügig ein Startsignal für einen länderübergreifenden inhaltlichen Abstimmungsprozess zu geben. Dies muss gemeinsam erfolgen und in interdisziplinärer Senats- und Ministeriumsbeteiligung mit der gemeinsamen Landesplanung koordiniert werden. Mit dem Berliner Koalitionsvertrag und den in der abschließenden parlamentarischen Abstimmung befindlichen Haushaltsplanungen sind alle Voraussetzungen dafür gegeben.

Die Architektenkammern beider Länder werden gemeinsam mit Fachverbänden, Initiativen, Vereinen, Expertinnen und Experten und der Politik dem Vorhaben den nötigen Rückenwind  geben, damit im Sinne des Koalitionsvertrages und im Interesse zukünftiger Generationen die Baukulturausstellung als zehnjähriger Ausnahmezustand starten kann.


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