Online-Seminar: Neue Gefahren in Wohngebäuden durch regenerative Energien – Baurechtliche und normative Abgrenzung zur Branddetektion – Lösungsansätze für zeitgemäß sicherere Gebäude

Das Onlineseminar wird über die Software "GoToMeeting" mit technischer und didaktischer Unterstützung eines erfahrenen externen Dienstleisters durchgeführt. Rechtzeitig vor dem Webseminar erhalten Sie den Zugangslink sowie weitere Informationen an die bei der Anmeldung angegebene E-Mail-Adresse. Technische Voraussetzung für die Teilnahme am Webseminar ist ein Computerarbeitsplatz mit stabiler Internetverbindung und einer Soundkarte, Lautsprechern oder Kopfhörern (idealerweise Headset). Eine Anleitung für das Programm GoToMeeting finden Sie unter Download über den Seminarterminen.

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich nicht nur an Verfasser von Brandschutzkonzepten und Brandschutznachweisen, sondern bewusst an alle in der frühen Phase eines Bauvorhabens Beteiligten.

Methodik:
Vortrag, Diskussion, Hinweise aus der Praxis

Lernziel:
Im Seminar lernen die Teilnehmenden in Teil 1 die Unterschiede zwischen den vier wichtigsten Anlagenarten der Branddetektion kennen, können die jeweiligen Einsatzgebiete abgrenzen und als Verfasser von Brandschutzkonzepten schutzzielorientiert anwenden. Teilnehmer, die nicht Verfasser von Brandschutzkonzepten sind, können die Inhalte von Brandschutzkonzepten hinsichtlich des Abschnitts Branddetektion besser verstehen, Auswirkungen auf das Bauprojekt und den technischen Betrieb abschätzen und ggfs. Maßnahmen ableiten.

Teil 2 vermittelt den Teilnehmenden die sich aus aktuellen gesetzlichen Regelungen für den Neubau ergebenden möglichen neuen, bisher ungeregelten Gefahrenquellen für Gebäudenutzer. Die Teilnehmer können schutzzielorientiert Maßnahmen ableiten und diese im Konzept und in der Planung von Wohngebäuden frühzeitig berücksichtigen und integrieren.

Inhalt:

Teil 1:

Brandschutz ist ein wesentlicher Bestandteil der Bauplanung und somit kommen dem Brandschutzkonzept und dem Brandschutznachweis eine besondere Bedeutung zu. Trotz Beteiligung von Brandschutz-Fachplanern und Sachverständigen bleibt es i.d.R. dennoch die Aufgabe der Architekt:innen, die Inhalte des Brandschutzkonzeptes und sich aus ihm ergebende Folgen und Kosten gegenüber der Bauherrschaft zu vertreten und hinsichtlich notwendiger Maßnahmen zu beraten. In diesem Zusammenhang sind grundlegende Kenntnisse der bauordnungsrechtlichen Anforderungen u.a. zur Branddetektion, die möglichen Anlagenarten, ihre Einsatzgebiete sowie die besonderen Begrifflichkeiten und zugrundeliegende Normen hilfreich. Nur so können Auswirkungen auf das Projekt und den späteren Betrieb des Gebäudes frühzeitig erkannt und eine höhere Wirtschaftlichkeit bzw. Nutzung von Synergieeffekten im späteren Betrieb frühzeitig eingeleitet werden.

  • Rauchwarnmelder
    • nur in Wohnungen einsetzbar?
    • Verwendbarkeitsnachweis erforderlich beim Einsatz im Sonderbau?
    • Zugrundeliegende Produkt- und Anwendungsnormen
  • Gefahrenwarnanlage vs. Brandwarnanlage vs. Brandmeldeanlage
    • Abgrenzung & Einsatzgebiete
    • Voraussetzungen für Kompensationen
    • Zugrundeliegende Produkt- und Anwendungsnormen
  • Installation & Instandhaltung
    • Baurechtliche & normative Anforderungen
    • Nachweis der Fachkenntnis
  • Verwendbarkeitsnachweise
  • Anwendungsbeispiele unter Berücksichtigung der baurechtlichen Anforderungen in Brandenburg

Teil 2:

Die heute bestehende Pflicht zum Einsatz regenerativer Energiequellen birgt unglücklicherweise auch Gefahren. Berücksichtigt man diese jedoch bereits in der frühen Planungsphase lassen sich notwendige Maßnahmen problemlos und ohne nennenswerten Mehraufwand integrieren, um einen später sicheren und gleichzeitig effizienten Betrieb des Gebäudes zu gewährleisten. Dies auch und gerade im Kontext von Barrierefreiheit und Konzepten für selbstbestimmtes Leben im Alter (Active Assisted Living – AAL).

  • Gefahren, prinzipielle Möglichkeiten der Detektion & Reaktion sowie zugehörige Gefahrenquellen und deren konzeptionelle Integration ins Projekt
    • Brände
    • Kohlenmonoxid
    • Regenerative Energiequellen (Photovoltaik, BHKW, Pellets) & Energiespeicher
    • Elektromobilität
    • Assistenzsysteme & Hilfsmittel
  • Lösungsansätze & Diskussion
    • Ganzheitliche Planung (Bau & Betrieb) und wie Gesetzgebung dabei hilft
    • Smart Building – noch immer Fiktion oder schon vernünftig realisierbar?
    • Barrierefreiheit & AAL – viel diskutiert, aber noch eher selten planerisch im Zusammenhang mit möglichen Gefahrensituationen berücksichtigt

Unterrichtseinheiten: 3

Termin: 
Di, 06. September 2022 - 15:00 bis 17:00
Veranstalter: 
Brandenburgische Architektenkammer
max. Teilnehmerzahl: 
25
Themengebiet: 
Baupraxis
Referenten: 
Thorsten Teichert Business Development Manager, Ei Electronics GmbH, Düsseldorf
Gebühr (Mitgl.|Absolv.|Gäste): 
30,00 €
30,00 €
60,00 €