Die Vielfalt der Stadt

Der Brandenburgische Architekturpreis wurde gemeinsam durch das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg und die Brandenburgische Architektenkammer zum 6. Mal ausgelobt. Die Vielfalt der Stadt wurde als Thema gesetzt.

Zwei Drittel der brandenburgischen Bevölkerung lebt in Städten. Die Städte sind für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilisierung der Regionen von elementarer Bedeutung. Die historische und kulturelle Eigenart der über Jahrhunderte gewachsenen Stadt ist identitätsstiftend. Städte sind Haltepunkte im immer leerer werdenden Raum. Die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt hat in Zeiten anhaltender Abwanderungsbewegungen besondere Bedeutung für die Bindung an den Lebensort. Sie beeinflusst den Zusammenhalt des städtischen Gemeinwesens und fördert das individuelle Engagement. Dieses sind wesentliche Grundlagen für private und öffentliche Bauherren, in den Städten zu bauen, die Vielfalt und die Lebensdichte in den Städten zu befördern. Mit dem ausgelobten Brandenburgischen Architekturpreis werden die Ergebnisse der Jahre 2002 bis 2004 dokumentiert und gewürdigt.

Die eingereichten Arbeiten weisen ein breites Spektrum auf, von einem Wohnhaus in der Stadt über ein Gymnasium bis hin zur Umnutzung ehemaliger Industriegebäude oder die Revitalisierung eines Klostergebäudes. Aus nahezu 60 Arbeiten, deren Standorte vom Südosten bis zum Nordwesten Brandenburgs liegen, wurden durch die Jury die Brandenburgischen Architekturpreise 2005 und Anerkennungen ermittelt. Zuvor führte die Jury, für von der Vorprüfung ausgewählte Objekte, eine zweitägige Bereisung durch.

Die Auslobung des Brandenburgischen Architekturpreises 2005 erfolgte zu sechs Themenfeldern.
Es wurden 6 Architekturpreise, ein Förderpreis für junge Architekten und eine Anerkennung verliehen für:

  1. Zukunftsfähiges Wohnen und Arbeiten in der Stadt
  2. Die Vielfalt der Stadtfunktion und Stadtbildgestaltung
  3. Städtebauliche Neuordnung / Sanierung
  4. Landschaft und Freiflächen als Teil der Stadtbaukultur
  5. Das Denkmal im Stadtumbau
  6. Zwischennutzungen

Die Beurteilung orientierte sich an folgenden Kriterien:

  • Beitrag zur Aufwertung des innerstädtischen Quartiers, Impulswirkung des Projekts
  • Funktionale und strukturelle Einbindung in das Stadtgefüge
  • Städtebauliche und architektonische Qualität
  • Innovative Aspekte (z. B. zum innerstädtischen Wohnen, zur Stärkung des innerörtlichen Wirtschaftsstandorts, für eine kulturelle, soziale oder ökologische Stadterneuerung)
  • Bauherrenmodelle, Bürgerbeteiligung und neue Kooperationsformen zwischen Kommune, gesellschaftlichen Akteuren und planenden Berufen

Die Jury setzte sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender der Jury:
Herr Dipl.-Ing. Bernhard Schuster
Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer

Mitglieder der Jury:
Frau Dr. Renate Fritz-Haendeler
Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung

Herr Dr. Georg Frank
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum

Herr Jens Graf
Städte und Gemeindebund Brandenburg

Herr Prof. Dr.-Ing. Raimund Fein
Fachhochschule Lausitz

Herr Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Schuster
Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Brunhilde Greiser
Landesamt für Bauen und Verkehr

Dr. Wilfried Mollenhauer
Brandenburgische Ingenieurkammer

Gern senden wir Ihnen die Dokumentation zum Brandenburgischen Architekturpreis 2005 kostenlos zu.
Bitte schicken Sie ein E-Mail an die Landesgeschäftsstelle info@ak-brandenburg.de

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