Orte für die Jugend

Aus dem anfänglichen Experiment wurde eine Tradition. Gemeinsam mit dem Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg lobte die Brandenburgische Architektenkammer seit 1995 unter der Schirmherrschaft des Ministers für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr viermal den Brandenburgischen Architekturpreis aus. Inzwischen hat sich der Brandenburgische Architekturpreis qualitativ und quantitativ als Institution etabliert und setzt Maßstäbe. Ebenso wie das Interesse an der Teilnahme am Architekturpreis stieg zunehmend die Qualität der eingereichten Arbeiten.

Der Brandenburgische Architekturpreis richtet sich an Architekten aller Fachrichtungen. Bedingung für die Teilnahme ist, dass der Standort der Arbeiten in Brandenburg liegt. Neben der Auszeichnung beispielhafter, herausragender Arbeiten sind die Würdigung des schöpferischen Zusammenwirkens zwischen Bauherren, verantwortlichen Architekten und beteiligten Behörden sowie die Förderung junger Architekten durch die Vergabe eines Nachwuchspreises weitere Ziele im Rahmen des Architekturpreises.

Die Auslobungssumme beträgt 30.000 DM, davon stehen 10.000 DM zur Förderung junger Architekten zur Verfügung.

Brandenburgischer Architekturpreis 2001

"ORTE FÜR DIE JUGEND" lautete das Thema des unter der Schirmherrschaft von Hartmut Meyer, Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr in Brandenburg, durchgeführten Brandenburgischen Architekturpreises 2001. Dies ist ein wichtiges Feld, sind doch die heutigen Jugendlichen die zukünftigen Hausherren unserer Städte und Dörfer.

Strukturelle Umbrüche, wirtschaftliche und soziale Veränderungen, Werte- und Interessenwandel sowie Informationstechnologie und Mobilität verändern die Anforderungen an die "Orte für die Jugend". Möglichkeiten und Bedeutung altersgerechter und zweckmäßiger Einrichtungen und Anlagen für die heranwachsende Generation aufzuzeigen, eine Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit ihrem heimatlichen Umfeld zu bewirken und ihre Bindung zu ihrer Stadt, ihrem Dorf oder sogar zu ihrem Land Brandenburg zu festigen, war das Anliegen.

Der Wettbewerb richtete sich an Architekten, die Gebäude neu geschaffen, umgestaltet oder erhalten haben, die vorwiegend in der Stadt von Jugendlichen zur Kommunikation, für soziale Kontakte, Bildung und Ausbildung, für kulturelles Erleben, sportliche Betätigung und Freizeitbeschäftigung genutzt werden. Diese Objekte sollen dazu beitragen, dass Jugendliche durch das Annehmen der Orte ihr Lebensumfeld beleben und Impulse für eine kreative
jugendgerechte und nachhaltige Nutzung ermöglichen.

Der Architekturpreis möchte die Entscheidungsträger der Kommunen, der Landkreise und des Landes, die privaten Eigentümer und Investoren sowie Vereine und Organisationen dazu anregen, unter Zugrundelegung hoher
architektonischer, städtebaulicher und landschaftsgestalterischer Ansprüche solche Orte zu schaffen, die die Jugend an ihre Gemeinde und die Region binden und zu ihrer positiven Entwicklung beitragen. An ausgezeichneten Beispielen mit jeweils unterschiedlichen Ausgangslagen und Aufgabenstellungen soll aufgezeigt werden, wie qualitätsvolle Orte für die Jugend geschaffen wurden.

Die Auslobung des Brandenburgischen Architekturpreises fand 2001 in drei Kategorien statt. Ausgezeichnet werden sollten ausgeführte und in den vergangenen zehn Jahren fertiggestellte

  1. neu errichtete Gebäude und Anlagen
  2. kreative Umnutzungen auch denkmalbewusst erhaltener Gebäude
  3. Frei- und Grünanlagen für Kultur, Sport und Bildung.

Insgesamt 74 Arbeiten wurden für die Bewertung in den drei ausgelobten Kategorien durch Architekten und Landschaftsarchitekten eingereicht. Sie stellten ein repräsentatives Spektrum der seit 1990 in Brandenburg errichteten "Orte für die Jugend" dar. Die besten Beiträge von Architekten, Landschaftsgestaltern und Freiflächenplanern, von Bauherren und Gemeinden, die sich der Schaffung von "Orten für die Jugend" widmeten, wurden ausgezeichnet. Die beispielhaftesten Arbeiten wurden durch die Jury mit Architekturpreisen und Anerkennungen gewürdigt. Viele der eingereichten Arbeiten erwuchsen aus Architektenwettbewerben - der konsequentesten und nachhaltigsten Form der Auftragsvergabe.

Die eingereichten Arbeiten wurden beurteilt nach

  • Einbeziehung in den städtebaulichen oder landschaftlichen Raum
  • jugendgerechtem Nutzungskonzept und tatsächlicher Nutzung
  • ihrer Qualität in Architektur, Frei- und Grünraumgestaltung
  • funktioneller und konstruktiver Lösung
  • kreativem Umgang mit denkmalgeschützter Substanz
  • ökologisch und energetisch innovativen Lösungen.

Die Jury setzte sich aus sachverständigen Vertretern des Ministeriums für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg, der Brandenburgischen Architektenkammer, des Städte- und Gemeindebundes, des Landesamtes für Denkmalpflege, des Instituts für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg und einer Hochschule mit dem Studiengang Architektur/ Stadtplanung zusammen. Den Vorsitz hatte der Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer, Bernhard Schuster.

Zu den Arbeiten 2001

Die klare funktionale Gliederung der Schulgebäude stellt insgesamt eine gelungene Synthese zwischen Gestaltung, Konstruktion und Wirtschaftlichkeit dar. Die Freizeit- und Sportanlagen, die dem neuen Freizeitverhalten gerecht werden, sowie die Umnutzung erhaltener Gebäudedenkmäler, die eine gelungene kinder- und jugendgerechte Nutzung behutsam in die historische Bausubstanz einfügen, sind Beispiel für die hohe Kreativität der Architektinnen und Architekten.

Gern senden wir Ihnen die Dokumentation zum Brandenburgischen Architekturpreis 2001 kostenlos zu. Bitte schicken Sie ein E-Mail an die Landesgeschäftsstelle info@ak-brandenburg.de

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