Förderpreis in Rahmen der Auszeichnung mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis 2009

Laboratorium für energieeffizientes Bauen in Welzow Abschlussarbeit – Masterthesis

Laboratorium für energieeffizientes Bauen in Welzow Abschlussarbeit – Masterthesis
Laboratorium für energieeffizientes Bauen in Welzow Abschlussarbeit – Masterthesis
Verfasser: 
Karsten Gerhardt
Hochschule: 
Hochschule Lausitz (FH)

Die gestellte Aufgabe entstand im Rahmen des Forschungsthemas „Strategisches Entwicklungskonzept 2030 - Welzow“ und trägt dazu bei, Entwicklungsvorschläge für die Stadt Welzow im Spannungsfeld von urbaner und bergbaulicher Entwicklung zu erarbeiten. Die Umsetzung des vorgegebenen Raumprogrammes verlangt komplexe städtebauliche, funktionelle und vor allem konstruktiv-technische Lösungen, die den hohen Ansprüchen der Revitalisierung und Energieoptimierung von Städten entsprechen. Dem Studierenden war es auf Grund seiner hohen künstlerischen und bautechnischen Fähigkeiten und Fertigkeiten möglich, mit seinem vorgelegten Entwurf diesen Ansprüchen zu genügen. Der Entwurf des Laboratoriums für energieeffizientes Bauen basiert auf der städtebaulichen Überlegung, den Ort Welzow insbesondere mit seinen vorhandenen stadträumlichen Qualitäten zu
stärken und zu festigen. Das bedeutete für den Bearbeiter, die Gegebenheiten des Ortes und den Ort anzunehmen,
daraus eine Gebäudestruktur zu entwickeln, die sich zum Einen nahtlos in die vorhandene Struktur eingliedert und zum Anderen neue raumdominierende Akzente setzt. Genau aus diesem Grund stärkt der Entwurfsverfasser den öffentlichen Raum des Marktplatzes durch die Wahl des Bebauungsgrundstückes. Mit der Art und Weise der Einordnung des Gebäudekomplexes des Laboratoriums gelingt es in beeindruckender Art und Weise, städtischen Raum zu komplettieren.

Während sich die äußere Gebäudekubatur zu großen Teilen aus dem Maßstab des Umfeldes entwickelt, ist die Lage der Räume durch ihre Funktion und den Anspruch an die dazu gehörigen Raumqualitäten begründet. Die entstandene Architektur zeigt das Vermögen des Verfassers, nicht nur Räume zu ordnen, sondern ihnen einen unverwechselbaren architektonischen Charakter zu verleihen, die den Besucher an einen Ort binden wird. Hervorzuheben ist die Unterstützung der Raumdimensionierungen durch eine die Räume durchziehende Konzeption der Lichtführung. Die gesamte bauliche Anlage ist so geplant, dass innere Raumqualitäten mit dem öffentlichen und halböffentlichen Räumen verschmelzen. Das Gebäude kann komplex erschlossen werden, ermöglicht Umgänge und Einblicke aus dem Außenraum und verstärkt im Inneren den öffentlichen Charakter durch das Konzept der fließenden Räume. Hier geht Architektur über die bloße Funktionserfüllung hinaus und schafft Räume, die den Nutzer und Besucher im Inneren ergreifen können. Auszug aus der Empfehlung des Fachbereichs Architektur, Bauingenieurwesen, Versorgungstechnik der Hochschule Lausitz