Anerkennung im Rahmen der Auszeichnung mit dem Brandenburgischen Architekturpreis 2007 für Freiflächen- und Landschaftsgestaltung als Teil der Baukultur

Ernst-Thälmann-Platz an der Stadtverwaltung Baruth/Mark

 Ernst-Thälmann-Platz an der Stadtverwaltung Baruth/Mark
 Ernst-Thälmann-Platz an der Stadtverwaltung Baruth/Mark
Verfasser: 
Dipl.-Ing. Horst Heinisch, atelier 8, Baruth/Mark
Bauherr: 
Stadt Baruth/Mark
Kommune: 
Stadt Baruth/Mark

Die Gemeinde Baruth führt den Namen des Baruther Urstromtals, einer naturräumlich das Land prägenden
geologischen Formation. Der Entwurf übersetzt die Landschaftsmerkmale symbolisch wie auch gestalterisch auf sensible Weise, angelehnt an japanische Gestaltungsprinzipien. Ein weiches lang gezogenes offenes Wiesental wird durch einen schlichten frei schwebenden Steg überbrückt. Er verbindet beidseitig die Vorplätze der zentralen Gemeindeverwaltungsgebäude, der Post und des Museums. Dieser neue Anger ist nicht als Schmuckplatz sondern als offener Grünzug konzipiert, eingefasst von einzelnen Baumgruppen und einem Steinplattenweg. Blickfang von der Straße her bildet ausdruckstark ein mit 12 m hohen geschälten Robinienbaumstämmen markierter Spielplatz mit Klettermöglichkeiten. Der Wiesenzug wird vor dem Spielplatz durch eine asphaltierte
Wellenbahn gequert. Sie fordert die Fahrgeschicklichkeit von Skateboardern, Radfahrern und Rollerbladeaktivisten. Die großen Rasenflächen eignen sich wunderbar zum Ballspielen. Die vielfältig nutzbare Landschaftskomposition bezeugt, dass der Verfasser den Entwurf mit großem Sinn für Kinder umgesetzt hat. Eine gestalterisch bemerkenswerte, kinderfreundliche Landschaftsarchitektur in der Ortsmitte einer Kleinstadt.