Preis für neu errichtete Gebäude und Anlagen

Planung und Errichtung des Sportplatzgebäudes in Zeuthen

Verfasser: 
Dipl.-Ing. Marianne Wagner, Werder/H.
Dipl.-Ing. Joachim Schmidt, Uetz-Paaren
Bauherr: 
Gemeinde Zeuthen

Das Gebäude ist so entworfen, dass es vorübergehend die Funktion einer Schulerweiterung mit 4 Klassenräumen und Nebenräumen aufnehmen kann, bevor es dann endgültig seine eigentliche Nutzung (Umkleide- und Waschräume etc. für die betreffende Schule) ohne größere Umbauten übernehmen wird. Insofern ist Nutzungsflexibilität ein erstes wesentliches Merkmal dieser Arbeit. Auf Grund einer strengen Limitierung der Baukosten und der Bauzeit ist der eingeschossige, kubische Baukörper konstruktiv und funktional einfach, aber klar aufgebaut. Trotz der starken Beschränkungen ist es den Verfassern gelungen, ein Gebäude von hoher Eleganz und formaler Ausgewogenheit zu schaffen. Gerade in der Präzision und der Zurückhaltung beim Einsatz gestalterischer Mittel (Proportionierung und Rhythmisierung der Fassade, farbliche Gestaltung und Differenzierung, Detailausbildung) liegt in diesem Fall der Ausgangspunkt für die architektonische Qualität. Der Entwurf besticht auch durch seine Haltung gegenüber der vorgefundenen natürlichen Situation, die trotz formaler Selbstbehauptung
von Respekt und Sensibilität gekennzeichnet ist: Die Einbindung in die unmittelbare Umgebung ist gelungen, indem der Eingang an das Ende einer vorhandenen kleinen Allee gelegt wurde. Andererseits wurde darauf geachtet, möglichst wenige Bäume für den Bau fällen zu müssen. Die durch das Gebäude verlorene natürliche Bodenfläche ist in Form einer begrünten Dachfläche wieder zurückgewonnen worden. Die Arbeit zeigt in eindrucksvoller Weise, dass keine Bauaufgabe zu klein und zu eingeschränkt ist, um zu einem architektonisch hochwertigen, funktional flexiblen und ökologisch verantwortungsvollen Ergebnis zu führen.